L.O. Petri, V.T. Petri . Wahre Begebenheiten aus dem Tajmyr-Gebiet

Zur lichten Erinnerung an die Sondersiedler, die im Tajmyrgebiet ihr Leben ließen, unschuldige Menschen, und an die geliebte Ehefrau und treue Freundin Viktoria,
die immer für ihre Familie da war und anderen ihre
ganze Güte und Schaffenskraft widmete.

Wahre Begebenheiten aus dem Tajmyrgebiet
Zweite ergänzte und erweiterte Ausgabe

L.O. Petri, V.T. Petri

Sich an die Vergangenheit zu erinnern, bedeutet sie zu würdigen.
„Die Wahrheit währt ewig – sie mag vielleicht in Fesseln liegen,
aber niemals wird sie sich vernichten lassen“.

Nach den Aussagen von Augenzeugen wurden Fakten der Geschichte der Rußland-Deutschen niedergeschrieben, die 1942 auf die Halbinsel „Tajmyr“ und 1948 auf die Insel „Sachalin“ verbannt wurden.

Dr. Leo Petri, Deutschland, Zur Dalbek 30, 21039 Börnsen-Hamburg. Tel. 0049-(0)40-41922658, 2010.

Stellungnahmen zum Thema des Buches „Wahre Begebenheiten aus dem Tajmyr-Gebiet“

1. Auf dem alldeutschen Treffen der Rußland-Deutschen am 26. August 2006 in Berlin wurde auf dem Platz vor dem Reichstagsgebäude zum ersten Mal über die verhängnisvollen Bedingungen informiert, die in den Jahren 1942-1948 im Tajmyr-Gebiet herrschten und unter denen mehr als 6000 von 11000 Menschen elendig umkamen; so steht es auch im Buch geschrieben.

„Gesellschaft der Deutschen aus Rußland“ in Berlin, stellv.Vorsitzender Achim Sander, Berlin.

2. Wahrheitsgetreue Erinnerungen von Augenzeugen, die in den Artikeln „Weiße Flecken des Tajmyr“ all das beschreiben, was die Menschen in den Jahren 1942-1948 unter den Bedingungen des grimmigen hohen Nordens durchmachen mußten: die alle menschlichen Kräfte übersteigende harte Arbeit, Kälte, Hunger und Skorbut – Hölle, Tragik und Tod von unschuldigen Frauen, Kindern und Alten.

Ohne warme Kleidung, Behausung, Geld, Medizin und ausreichende Ernährung kann man nicht leben. Die im Tajmyr herrschenden Bedingungen erwiesen sich für den größten Teil der Sondersiedler noch als weitaus schlimmer als der GULAG.
Zeitung „Heimat – Rodina“, Deutschland.

3. Das Buch enthält dokumentarische Berichte von Autoren, die selber Augenzeugen waren, aber auch von anderen Teilnehmern an den Ereignissen jener Jahre. Am Beispiel einzelner Familien wird in Ust-Chantajka und anderen Siedlungen das tragische Schicksal von Deutschen, Letten, Finnen und Esten wiedergegeben und Bilder über den Alltag und das Leben der Sondersiedler während des Krieges und in der Nachkriegszeit ins Gedächtnis zurückgerufen. In Deutschland vergißt man das Tajmyrer Sonderkontingent nicht. Der Artikel „Ein Deutscher hält Wort“ der Abteilungsleiterin für Geschichte am Tajmyrer Heimatkunde-Museum, N.A. Predtetschenskaja, anläßlich der Erfüllung des Versprechens von Viktoria Teodorowna Petri (Walter) und Leo Ottowitsch Petri, den Tajmyrern über ihr Leben ein Buch zu widmen.

„Tajmyr-Zeitung, 2006, Tajmyrer Heimatkunde-Museum, Stadt Dudinka.

4. Mit dem NKWD ist die Familie Petri seit März 1938 „bekannt“, als in Moskau Onkel Nikolaj Iwanowitsch Petri arrestiert, im Juni desselben Jahres Vater Otto Iwanowitsch Petri in Astrachan verhaftet und im Oktober erschossen, am 25. Juni 1941 in Moskau der andere Onkel – Karl Iwanowitsch Petri – in Haft geommen und im Juli 1941 im Moskauer GUM
(Kaufhaus) Vetter Arthur Reinholdowitsch Petri aufgegriffen wurde. Sie alle wurden nach 1956 posthum aus Mangel an Tatbeständen vollständig rehabilitiert. Zu Beginn des Krieges starb (in der Ortschaft Rogatschowo, Dmitrowskwer Bezirk, Region Moskau) aufgrund einer erlogenen, an die SMERSch (Hauptverwaltung für Gegenspionage des Volkskommissariats für Verteidigung der UdSSR) gemeldeten Denunziation Tante Emma Alexandrowna Gergenreder. Das NKWD hinterließ innerhalb der Familie Petri eine tiefe, schmachvolle und schändliche Spur.

Wissenschaftliches Informationszentrum „Memorial“

5. Ein langgehegter Wunsch ehemaliger Sondersiedler des „Produktionsjahrgangs“ 1942 ging in Erfüllung. Auf Initiative von Alexander Wakker, Leo und Viktoria Petri wurde am hochgelegenen Ufer des Jenisej, an dem Ort, an dem in einem Massengrab 270 Opfer des Stalin-Regimes begraben liegen, ein Zeichen des Gedenkens erichtet – ein hohes Metallkreuz. Möge man ihrer ewig gedenken.

„Tajmyr“-Zeitung, Juli 2006, Stadt Dudinka

6. Das Thema des Buches wurde von der Dozentin der Philosophie und Professorin der Russischen Akademie für den öffentlichen Dienst, T. Ilarionowa, für gut befunden und zur Herausgabe empfohlen, Moskau, 2006.

7. Eine positive Bewertung des Buchthemas sowie die Empfehlung zur Herausgabe des Buches erfolgte durch das deutsche Innenministerium, Bonn, 2008.

Doktor der technischen Wisschenschaften L.O. Petri
07.11.2009, Hamburg


Zum Seitenanfang